freie plastik

ute safrin

16 5
9
spiralförmig, 2008
Ton, anthrazit, Schmauchbrand
41 x 42 x 40 cm
pie-artig, 2008
Ton, anthrazit, Schmauchbrand
39 x 30 x 20 cm
"Zwischen Ungestaltetem und Gestaltetem“, so könnten meine plastischen Arbeiten beschrieben werden. Zufälligem gebe ich eine, sich aus dem Material entwickelnde, Form.

Charakteristisch für die Arbeiten ist, dass der schöpferische Entstehungsprozess in den Spuren ablesbar bleibt. Manchmal ergibt sich eine unfreiwillige Schönheit durch nassen Ton, daneben steht Schroffes, Trockenes, Schnitte. Spuren des Werkzeugs oder der Händen dürfen bleiben neben den Strukturen, die sich durch das Anhäufen des Tons ergeben haben. Ich halte nicht in jedem Fall an Gefundenem fest. Manche „kleine Schönheit“ muss der großen Form, die sich nach und nach ergibt, weichen.

Tonklumpen auf Tonklumpen, das ist schon Form. Ich erhalte oft zufällig entstandene Form, versuche zu spüren, was diese Form „will“. Allmählich ergibt sich ein Motiv, das ich zu erkennen und weiter herauszuarbeiten versuche. Übereinstimmungen mit Formen aus Natur oder Kunst sind unbeabsichtigt. Aber die Erinnerung stellt sich ein.

Die knollig, lebendigen Klumpen aus Ton erscheinen sinnlich, verführen den Betrachter dazu fühlen, mit Händen greifen zu wollen. Die Schönheit dieser Objekte lässt sich nachempfinden in den runzligen, krustigen oder perlmutt-glatten Oberflächen, in den Wölbungen und Faltungen.

In den Ton-Plastiken bündelt sich Materie zu Knotenpunkten. Sie erhalten während des Arbeitsprozesses eine innere Kraft und scheinen sich aus sich selbst heraus zu entwickeln.
aktuell biografie figürliche plastik klanginstallationen freie plastik unterricht home